Ich liebe Homeoffice, Fernunterricht –  und Powernaps

Ich liebe Homeoffice, Fernunterricht – und Powernaps

Im Vorgespräch hast du uns erklärt, dass dir das Arbeiten im Homeoffice gut gelingt. Was sind die Gründe dafür?
Maritta Kohler: Tja, der Tee und der Kühlschrank sind viel näher als im Büro! Nein, Spass beiseite: Ich arbeite im Fernunterricht und generell im Homeoffice gerne, weil ich weniger abgelenkt oder gar gestört werde. Und über Mittag habe ich immer Zeit für ein Powernap.
 
Du hast dein ganzes Bachelor-Studium komplett im Fernstudium absolviert. Wie bist du überhaupt auf eine solche Idee gekommen?
Maritta Kohler: Einer der Gründe war, dass ich mein Studium nicht gleich nach der Matura begonnen habe. Auch konnte ich es mir finanziell nicht leisten, ein Vollzeitstudium zu absolvieren. Und ganz generell: Das ewige Sitzen und Zuhören im Klassenzimmer hat mir noch nie gefallen, ich fand das immer so ineffizient!
 
Hast du während deines mehrere Jahre dauernden Fernstudiums manchmal deine Klassengspänli vermisst?
Maritta Kohler: Nein. Manchmal wäre das Studium vielleicht einfacher gewesen, hätte ich mich spontan austauschen können, aber Fragen konnte ich per Mail stellen. Sozialkontakte hatte ich den ganzen Tag bei der Arbeit. Was ich vermisst habe, ist die Möglichkeit, ein Netzwerk in der Klasse aufzubauen. Das fällt ohne Klassengspänli weg.

Woher kommt deine Disziplin und dein Ehrgeiz? Warst du schon als Kind so? Oder könnte man diese zwei Eigenschaften im Laufe der Zeit auch „lernen“?
Gute Frage. Das könnten meine Eltern wohl besser beantworten. Sicher ist: Ich habe schon immer Ziele gebraucht. Und lernen kann man – glaube ich – (fast) alles.

Rückblickend auf dein Bachelor-Fernstudium: Welche Tipps könntest du den Studentinnen und Studenten der Text Akademie geben? Das heisst, jetzt wo sie alle im „Fernstudium“ und Live-Stream-Unterricht ihre CAS-Studiengänge und Professional Writing Workshops absolvieren.
Maritta Kohler:

  1. Die Zeiten nutzen, in denen einem das Lernen leichter fällt. Bei mir ist das am Morgen früh.
  2. Sich Wochenziele setzen, auch wenn man diese nicht immer einhält hilft es trotzdem
  3. Türe schliessen und Ablenkungen vermeiden oder sich einen Ort suchen, an dem man sich gut konzentrieren kann
  4. Pause nicht vergessen!
  5. Den Tag bewusst strukturieren und Zeit fürs Lernen einplanen
  6. Und wenn man einmal überhaupt keine Lust hat, es einfach sein lassen und etwas anderes machen, sonst braucht es das nächste Mal mehr Überwindung

Sich anziehen, wie wenn man rausgehen würde … Im Pyjama lernt es sich nicht so gut 🙂

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