Weg vom «routinierten Denken!»

Weg vom «routinierten Denken!»

CAS-Marketing-Writer-Absolventin Martina Caluori mag es kreativ: Sie schreibt Gedichte, textet und wird vielleicht einmal ein Drehbuch schreiben. Die Hauptsache ist, sie erzählt eine Geschichte.

Sie sitzt da, allein. Die Auswahl ist gross – Karte? Will ich nicht. So beginnt Martinas bereits veröffentlichtes Gedicht «Tee». Was sie im Gedicht inszeniert, sind ihre Gedanken im Café. Der innere Dialog darüber, welche Teesorte wohl ihrer Stimmung gerecht wird. Aber gut Ding will Weile haben, wie uns das Gedicht lehren will.

Von «routinierten Gedanken» im kreativen Schreiben will sich Martina fernhalten. «Ich will beim Schreiben vom Gewohnten weg. Ich will Unerwartetes, Überraschendes und Neues aufs Papier bringen», erzählt Martina. Aber was ist für Martina ein routinierter Gedanke? Keinesfalls setzt sie Routine mit Erfahrung gleich. Ihr geht es darum, zu schreiben, wie noch niemand gedacht hat. Sie will im Text aussergewöhnliche «Denk-Perspektiven» einnehmen. Diesem Thema hat Martina ein Gedicht mit philosophischem Charakter gewidmet, in dem sie darüber nachdenkt, wie es ist, wenn es ist.

Mit Wörtern Brötchen verdienen

Martina schreibt nicht nur leidenschaftlich gerne Gedichte, sie ist dem Wort und der Sprache auch beruflich verpflichtet: Sie ist Leiterin Kommunikation bei maurusfrei Architekten AG und führt ihre eigene Kommunikationsagentur «the communication butler». Dass ihr der Job gefällt, ist die logische Konsequenz aus ihrer Freude am Schreiben, ihrer Vorliebe für gute Filme und ihrer Erfahrung in den Medien: Vor ihrer Ausbildung zur Texterin an der Schweizerischen Text Akademie hat sie Publizistik und Filmwissenschaften studiert. Ein Studium, das sie vielleicht sogar einen Schritt in Richtung Drehbuchautorin gebracht hat? «Das Drehbuchschreiben reizt mich sehr. Es ist aber zeitintensive Fleissarbeit; die Zeit fehlt mir momentan.»

Verzichtet Martina überall auf «routiniertes Denken»? Keineswegs. Nicht dort, wo «freie» Gedanken hinderlich sind – wie beim Schwimmen etwa. Sie, die ehemalige Wettkampfschwimmerin, springt heute noch ins Wasser, wenn sie den Kopf mal durchlüften will.

Weg von verblassten Verben

Was wird wohl die Texterwelt zukünftig von Martina Caluori lesen? Egal, was sie schreiben wird: Es wird die Gedanken der Leser weg vom routinierten Denken führen – weg von Phrasen, verblassten Verben und aufgebrauchten Wendungen.

Erstveröffentlichung: 6. Juni 2013

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