Aktiv schreiben in schnellen Zeiten

Aktiv schreiben in schnellen Zeiten

Jana Eichenberger arbeitet im Spital Uster. Ihre Patienten sind Texte für die Corporate Communication. Die Kommunikation im Spital funktioniert meist schnell und einfach. Das kennt sie noch von früher.

Recherchieren, planen, schreiben. Dann redigieren und freigeben. Das innerhalb von wenigen Stunden. Warum muss Kommunikation im Spital so schnell gehen? Das Spital ist ein dynamischer, lebendiger Ort. Der Takt der Kommunikation passt sich der Branche an. Das kennt Jana Eichenberger noch von früher – aus ihrer Zeit als Hotelfachfrau. «Gäste wollen schnell bedient werden, dabei muss der Kellner oder die Kellnerin auch die Bestellung korrekt weiterleiten», erzählt Jana. Die Branche bestimmt den Rhythmus, in dem wir schreiben, lesen, arbeiten. Aber nicht nur die Gastronomie verlangt Tempo, auch die Technik.

Technik in Worte packen

Als Jana vor 13 Jahren einen Job in der IT-Branche fand, musste sie das erste Mal beruflich schreiben. Damals mussten die Texte schnell fertig sein, aber die Technik als Schreibthema war nicht immer der Segen, den sich eine Redaktorin wünschte. Darum setzte sie sich Regeln. Die wichtigste Regel: kurze Sätze. Technik ist schon komplex genug. Warum also noch komplexe Inhalte umständlich formulieren? Ihre Leserinnen und Leser haben sich schliesslich die Zeit für ihre Texte genommen, für ihre Informationen zu komplexen Gegenständen und Techniken. Darum schrieb Jana so kurz, logisch und präzise wie möglich. Und intuitiv so, wie sie es später in der Schreibwerkstatt auch lernte.

Schreiben, texten, Kinder erziehen

Die Arbeit im Hotel und in der IT-Branche hat Jana Eichenberger gut auf ihren Job im Spital Uster vorbereitet. Als Marketingfachfrau ist sie nicht nur für die Texte zuständig, sondern organisiert auch den Tag der offenen Türe. Am liebsten mag sie jedoch die Tätigkeit als Redaktorin. Das Verfassen der Artikel für das Mitarbeitermagazin. Texte für die Broschüren schreiben. Spannende Personen treffen. Das alles gibt zwar immer viel zu tun, aber an ein lebendiges Umfeld ist sich Jana gewöhnt.

Und was macht sie in ihrer Freizeit? «Freizeit ist für mich die Zeit, die ich mit meinen Kindern verbringe», erzählt Jana. Ihre Kinder wollen unterhalten werden. Also sorgt Jana dafür, dass sie immer etwas unternehmen, wenn sie einen freien Tag hat. Aktiv sein und aktiv schreiben ist ihr Motto. So passt im Moment für Jana alles bestens zusammen. Kinder, Wörter, das Spital Uster. Mehr braucht sie nicht.

Schweizerische Text Akademie, Erstveröffentlichung: 28.11.2013

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