Alle schreien; einer schreibt

Alle schreien; einer schreibt

Die Spieler des Gegners stehen felsenfest in ihrem Torraum. Es gibt kein Durchkommen für den Handballverein Thun. Im Geschrei der Fans bleibt einer ruhig: Matthias Hochuli. Plötzlich wirft der Spieler der Berner Kreismitte – und trifft. Die Fans springen auf, schreien und applaudieren. Matthias bleibt sitzen und schreibt.

Matthias schrieb als 18-jähriger, freier Journalist regelmässig über den Berner Handballsport. Für die Berner Zeitung etwa. Oder den Bund. Er studierte Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie Journalistik an der Universität Freiburg. Während des Journalistik-Studiums schrieb er auch Beilagen für die Aargauer-Zeitung. An Schreibaufträgen fehlte es ihm keineswegs. Er schrieb alles, was er als junger, aufstrebender Journalist in die Finger bekam.

Aus dem engagierten Journalisten ist nun ein erfolgreicher Corporate Writer geworden. Als Corporate Writer profitiert er enorm von seiner journalistischen Laufbahn. Viele erfahrene Journalisten haben ihm damals das Nötige gezeigt, haben die Geduld aufgebracht. Allen voran: sein ehemaliger Chefredaktor. «Von ihm weiss ich, dass ich meinen Text sorgfältig planen muss, damit ich später fürs Improvisieren vorbereitet bin», erzählt Matthias. Dieses Wissen habe ihm bei den schwierigen Aufträgen geholfen. Bei den Reportagen oder den Interviews über brisante Themen.

Auch wenn Reportagen umfangreiche Recherche-Arbeit verlangen, gibt es Aufträge für Corporate Writer, deren Lösung sie von Grund auf neu erlernen müssen. Wie die Konzeption der Newsletter-Kampagne fürs Segmentmarketing bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Mettler Toledo. Dieses Projekt hat Matthias und sein ganzes Team gefordert und geprägt. Es hat kein Vorwissen dazu existiert – keine Erfahrungswerte. Sie sind im kalten Wasser geschwommen und beinahe untergegangen. Aber wer kräftig strampelt, schwimmt oben auf.

Die Kampagne läuft nun erfolgreich – auch dank Matthias. Die Kampagne hat auch dazu beigetragen, die Text-Qualität im Unternehmen zu verbessern. Ein persönlicher Erfolg für Matthias. Denn das Newsletter-Projekt hat das verkörpert, was er am Schreiben so schätzt. Etwas kreieren, verändern und wachsen lassen. Sich in ein Thema vertiefen. So könne er alle seine Gedanken der Reihe nach sammeln und konzentriert aufschreiben. Und konzentrieren muss er sich, wenn wieder einmal ein Spieler der Kreismitte im Angriff aufspringt, schiesst und trifft.

Erstveröffentlichung: 31.05.2012

Matthias Hochuli wohnt in Zürich. Er arbeitet heute bei der Sulzer Ltd in Winterthur als Pressesprecher.

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