Google als Karriere-Berater

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Nachdem Patricia Umbricht das Wort «Kultur» gegoogelt hatte, entschied sie sich, Kulturmanagement zu studieren. Ganz simpel. Wieso ausgerechnet Kultur? Sie suchte eine neue Herausforderung, bei der sie wiederum viel schreiben musste. Die Kultur bot sich dafür an.

Als Kulturmanagerin beschäftigt sich Patricia Umbricht viel mit Kommunikation – und vor allem muss sie schreiben. Sie sitzt an der Schnittstelle vieler Interessensgruppen. Sie textet Medienmitteilungen, schreibt Verträge und plant Tourneen. Ganz anders als früher. Früher, als Kindergärtnerin, hat sie Elternbriefe und Beobachtungsberichte geschrieben.

Mit Worten ein Lied gestalten

Aktuell betreut sie als Produktionsleiterin das Bühnenprojekt «Pure Joyce». Dieses beschäftigt sich mit dem Werk des irischen Schriftstellers James Joyce. «In dem Stück suchen eine irische Sängerin, ein holländischer Perkussionist und ein Schweizer Schauspieler die Essenz von Joyces Werken», erklärt Patricia Umbricht. Die Truppe experimentiert mit Worten und Klängen, schafft dabei neue Melodien. Wichtig dabei ist, dass ein Rhythmus die Worte leitet. Und dass das Ganze am Schluss miteinander verschmilzt.

Projekte wie «Pure Joyce» sind der Beweis: Patricia hat sich damals fürs richtige Studium entschieden. In ihrem Job setzt sie sich mit dem auseinander, was sie liebt. Menschen, Musik und auch Kunst. Damit kennt sie sich aus.

Vermitteln von Themen und Inhalten

«Da ich im Arbeitsleben vor allem schreibe, ist Schreiben für mich ein Berufswerkzeug», sagt Patricia Umbricht. Deswegen hat sie auch die Schreibwerkstatt absolviert. So hat sie gelernt, wie sie ihr Handeln gegenüber den Interessensgruppen klar begründen kann. Sie schreibt nun sicherer. Weiss, wie sie verständlich ein Projektbeschrieb verfasst, um Unterstützungsgelder für ein Kulturprojekt zu beantragen.

In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich lieber mit anderen Ausdrucksformen. Sie liebt die Musik oder den Tanz. Setzt sie sich ans Klavier, versucht sie mit der Musik die eigenen Gefühle auszudrücken. Und Parallelen? Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen dem Schreiben und der Musik? «Natürlich. Das Prinzip des Verstanden-werdens ist dasselbe», meint Patricia Umbricht. Es muss von Anfang an klar sein, was vermittelt werden soll. Sonst kommts nicht an.

Erstveröffentlichung: 20.11.2013

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