Stalker-Fische und  Filmstars: Die Plattform mediahub

Stalker-Fische und Filmstars: Die Plattform mediahub

Ding-Dong! Das Summen der Türe ertönt. Rüttel, rüttel. Die Türe öffnet sich nicht. Also nochmals klingeln. Wieder ertönt das Summen. Die Türe bleibt zu. «Wart. Ich komm rasch runter», sagt eine Stimme aus dem Lautsprecher.

«Hallo, ich bin Sascha. Entschuldigung, die Türe spinnt», sagt Sascha Klementt. Er ist Dozent beim Studiengang CAS Corporate Publisher und Inhaber der stereomesh AG. Die stereomesh AG betreibt die Plattform Mediahub.

«Unser Büro ist im zweiten Stock», erklärt Sascha und führt mich die Treppe hinauf. Der erste Blick zeigt nicht, was ich erwartet habe. Im Eingangsbereich sieht man als Erstes ein Aquarium mit Fischen. «Das sind Stalker-Fische! Musst nur schauen, wie sie uns beobachten», sagt Sascha und beginnt zu lachen. Fast die Hälfte des Büros steht leer. Warum? «Wir brauchen nicht viel Platz. Wir machen alles per Computer – also elektronisch. Völlig unkompliziert», sagt Sascha und führt mich in seine Büroecke.

Dort, vor zwei grossen Bildschirmen und je zwei Lautsprechern vor und hinter dem Tisch, fühl ich mich schon mehr in einer Firma, die sich mit Film und Datenservern beschäftigt. Obwohl ich noch nicht ganz begriffen habe, was das Kerngeschäft der stereomesh AG ist.

«Also kurz zur stereomesh AG – danach müssen wir gleich weiter. Unser Kerngeschäft bildet die Plattform mediahub. Hier bieten wir – vor allem im Filmbereich – einen Server mit allen möglichen Filmen und Formaten an. Das heisst, wir sorgen dafür, dass die Kinos, TV-Stationen, DVD-Presswerke die Filme erhalten, die sie wollen», erklärt Sascha. Der Grund? Früher lief alles über hundert Ecken und über E-Mails, Videokassetten und Harddisk. «Bei dem ganzen Chaos erhielt der Empfänger am Schluss zwar den richtigen Film, aber wahrscheinlich das falsche Format», erzählt mir Sascha. Und genau hier setzt die Plattform mediahub an. Sascha und sein Team stellen die Filme auf einen Server, wer Kunde ist, hat darauf Zugriff. Sie schauen, dass alle Filme im richtigen Format abgespeichert sind. Versehen sie beispielsweise mit Untertiteln für die Kinos und stellen Trailer für die TV-Stationen zur Verfügung. Mit nur einem Klick ist der Film beim Kunden. Ganz einfach.

Zu den Schätzen von mediahub gehören Filme wie «Heidi». Natürlich die schwarz-weisse Version aus den 50er-Jahren. Zudem erhasche ich einen Blick auf den Trailer vom neuen Kinofilm «Maps to the Stars» mit Robert Pattinson. Sascha bemerkt, dass mein Blick am Bildschirm hängen bleibt: «Ja, das ist der schöne Nebeneffekt. Wir sehen die Filme vor der Kinopremiere», sagt Sascha. Da wird man etwas neidisch.

Aber was hat das mit Corporate Publishing zu tun? Viel! Das Bewegt-Bild erobert schon lange die Kommunikationswelt. Corporate Videos sind keine Zukunftsmusik mehr. Aber es fehlt die gute Organisation der neuen Marketingdaten. mediahub bietet hier Lösungen für Unternehmen an. Sammelt alle Unternehmensfilme – schön geordnet, speichert sie auf einem Server. In den richtigen Formaten, mit einfachen Stichworten versehen. So zeigt Sascha auch als Dozent im CAS Corporate Publisher, wie wichtig Corporate Videos sind und wie wichtig es ist, diese korrekt abzuspeichern. Es gibt nichts Schlimmeres als viele Filme, die in allen Abteilungen verteilt und in verschiedenen Qualitäten abgespeichert sind. Wiederverwenden kommt so nicht in Frage. «Und das soll nicht sein», findet Sascha.

Nach dieser Einführung geht es weiter zur Partnerfirma Adon Production AG. Sascha hat einen Termin mit dem Chef. Das Gespräch findet leider hinter verschlossenen Türen statt. Also werde ich durch die Produktionsstätte geführt und beobachte, wie aus Plastik-Pellets CDs und DVDs entstehen.

Die Adon AG macht nämlich das Gegenteil von mediahub. Sie arbeitet mit den physischen Datenträgern. Die Verbindung? Kinofilme werden irgendwann als DVD verkauft. Adon benötigt die Filme. Über die mediahub Plattform werden die Titel zum Download zur Verfügung gestellt. Inkl. Bonus-Material. «Das ist einfach und unkompliziert. Darauf stehen unsere Kunden!», sagt Sascha stolz und macht sich auf den Weg zurück in sein Büro. Zu den Stalker-Fischen.

Text: Nora Haider

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